|
Source: Gothtronic
Published: 2003
|
 |
|
What’s left to tell about :Wumpscut:? If you don’t know the band than this re-release is interesting. For people who have all the old material it’s a chance to get it on CD for a reasonable price. The extra’s are an ordinary cover of ‘All Cried Out’ (Alison Moyet), a new typical threatening :W: song ‘Overkill (Death For The Masses)’ and some remixes. Most remarkable is the remix of ‘Achtung’ (with the German lyrics ‘Our Battalion knows only Fight, Victory and Death’). The CD is completed with a compilation of songs released in 1997 (“Music…”). CD1 is more oriented on industrial/ electro with lyrics and CD2 (with “Preferential Legacy”) is more oriented on industrial/ soundscapes. The ‘Artefact Pearls’ in the end show the development of :Wumpscut: during their demo period. The response to “Preferential Tribe” is, once again, extreme: Some people think it’s great that they finally have the opportunity to buy this old material, other people feel that they’ve been cheated on because they spend a lot of money on limited editions. You can find the answer of Rudy R. in the interview we had with him…
Grade: 8.5
Review by: Beautevil
|
|
|
| Top of Page | 154 |
Source: Darkbeat
Published: 05 May, 2003
|
 |
|
|
Mit "Prefrential Legacy" erscheint von Rudi R. nun das von vielen Fans langerwartendes neue und rare Material als Doppel CD ! Mit insgesammt 2 neuen Stücken, die auf diesem Werk vertreten sind, zeigt uns Rudi die evtl. künftige musikalische Richtung.Die beiden neuen Tracks und vor allem das schwerlastige "Overkill" bewegen sich sich in den Gewässern von "Dried Blood..." und verkürzen somit die Wartezeit auf ein neues :W: Album. Mit ""All Cried Out" hat sich Rudi R. zu dem erstmals gewagt, einen Song zu covern.Desweiteren sind auf der Doppel CD noch folgende Perlen aus früheren Tagen vertreten: Die schwer erhältliche und nur in der limitierten Embryobox erhältliche "Music for a german tribe" CD,sowie rare Songs, die jedoch teilweise schon auf "Blutkind" zu finden waren. Abgerundet wird das ganze mit diversen Demoaufnahmen.Für Wumpscut Fans ist diese Doppel CD ein muss !
|
|
|
| Top of Page | 175 |
Source: Terrorverlag
Published: 30 April, 2003
|
 |
|
|
"Preferential tribe" steht für eine mal wieder fette Zusammenstellung aus dem Hause Ratzinger, deren Inhalt sehr vielseitig daherkommt. Zum einen wären da zunächst zwei brandneue Tracks, darunter, da im Laufe der Zeit von vielen Seiten der Wunsch nach einer Coverversion laut geworden ist, die erste eben solche, für die sich Rudy verantwortlich zeichnet. Da er auch keinen Hehl aus seinem Faible für Acts wie den No Angels macht, lag es nahe, ihren vor kurzem aktuellen Hit "All cried out", der in Wirklichkeit seinerseits bereits ein Cover eines im Original von Alison Moyet stammenden Songs darstellt, in elektronischere Sounds zu verpacken. Dieser weist zwar einen ungewöhnlich poppigen Melodiebogen auf, wurde aber dabei mit der :WUMPSCUT:-typischen Atmosphäre versehen. Ein Stück, welches polarisieren dürfte, wie man es eben des öfteren von :W: gewohnt ist.
Mit "Overkill" folgt ein düsterer, eher verhaltener 7:30-Minuten-Smasher, der von seiner Stimmung her in Richtung "Hang him higher" geht. Daneben gibt es Remixe von :WUMPSCUT: für Der Blutharsch (ein sehr gelungener militanter Stampfer, s. auch das DBH-Reviewspecial), Cleen (beatlastig) und Das Ich ("Staub"), sowie die meines Wissens bisher unveröffentlichte Eigenkomposition "Marta Arnau Marti". Gerade die Zusammenarbeit mit Albin Julius (DBH), der im Gegenzug einen "Wreath of barbs"-Remix für letzte Single fertigte, hat ja in Teilen der einschlägigen Presse eine kleine Kontroverse hervorgerufen. Meines Erachtens völlig unnötig, denn bereits die Aussage auf dem Backcover, die dort nicht zum ersten Mal auftaucht, ist völlig eindeutig. Ein lesenswertes Statement zu diesem Thema findet sich übrigens auch auf der :W:-Homepage.
Im zweiten Teil der ersten CD geht es weiter mit einer Neuauflage der 97-er "Music for a german tribe"-Scheibe, die damals exklusiv nur der streng limitierten Embryodeadbox (2525 Exemplare) beilag. Auf ausdrücklichen Wunsch vieler Fans wird dieses Sammlerstück nun aber einer breiteren Anhängerschaft zugänglich gemacht. Unter den acht Stücken befinden sich Klassiker der ersten Jahre wie "Soylent Green", "Black death" oder "Die in winter" in deutschsprachigen Versionen, die auch noch heute immer wieder begeistern können.
CD 2 startet mit den Tracks der 95-er LP "Preferential legacy" durch. Also ebenfalls ein Re-release, diesmal aus der Bunkertor-Box (1001 Exemplare). Den fleißigen Sammler, der die Box damals für teures Geld erstanden hat, wird es freuen, zumal das Teil eigentlich nie erneut aufgelegt werden sollte, und alle anderen :WUMPSCUT:-Zugeneigten sowieso, denn denen kann es egal sein, müssen sie doch nun nicht mehr ein kleines Vermögen bei Ebay & Co. loswerden, um ihre Sammlung zu komplettieren. Inhaltlich dreht es sich hier um Songs aus der absoluten :W:-Frühphase, also aus "Defcon"- und "Small chambermusicians"-Zeiten, in der Rudy allerhand unterschiedliche Richtungen ausgetestet hat und der :WUMPSCUT"-Stil sich erst allmählich entwickelte. Wer die "Blutkind"-DCD kennt, konnte sich hiervon bereits einen Eindruck machen.
Schließlich sind unter der Bezeichnung "Artefact pearls" weiteres bisher unveröffentlichtes Material und alternative Versionen enthalten. Fairerweise sind die insgesamt 140 Minuten / 33 Stücke in schöner Aufmachung und mattlaminiertem Digipack zum normalen Albumpreis erhältlich, so dass "Preferential tribe" sicher hilft, um die Wartezeit bis zum – nach den vielen Zwischenhappen und Re-releases wie es auch die "Liquid soylent"-DCD schon war – dann hoffentlich als nächstes anstehenden neuen Album zu überbrücken, da sich dies wohl noch bis 2004 hinauszögert.
pk (30.04.2003)
|
|
|
| Top of Page | 181 |
Source: Schwarze Seiten
Published: 2003
|
 |
|
|
Das neue Werk (mittlerweile schon auf dem Markt) von Rudy Ratzinger aka :Wumpscut: ist ein viergeteilter Bastard! Ist irgendwie wie mit dem Kinder Überraschungs-Ei: Spannung, Spiel/Spaß und Schokolade! Denn so richtig neu ist das, was man auf „Preferential Tribe“ zu hören bekommt denn dann doch nicht, aber wiederum schon. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um eine Doppel-CD (wohlgemerkt: zum Preis einer Einzel-CD!!!!), auf der die frühen und mittlerweile längst vergriffenen :Wumpscut:-Alben „Preferential Legacy“ und „Music for a german Tribe“ noch einmal aufgelegt werden. Mit dieser (Wieder)Veröffentlichung – und darauf geht Rudy Ratzinger im Booklet der CD explizit ein – sagt er all den Ratten bei Ebay den Kampf an, die jene beiden Alben für teuer Geld dort verhökern (Aber ganz so glauben kann ich es ihm auch nicht: Denn einerseits sieht er ja wohl auch, daß es immer noch einen immensen Bedarf an diesen längst vergriffenen Alben gibt, andererseits könnte man auch glauben, daß er aus Großmut seinen Fans gegenüber, diese beiden Alben auch noch im Doppelpack wiederveröffentlicht. Aber letzten Endes spielt dabei auch Angebot und Nachfrage eine Rolle. Und da ist es in keinster Weise verwerflich, wenn der Urheber sieht, daß es nach wie vor Interesse an diesen Alben gibt und sie somit noch einmal veröffentlicht um seinen finanziellen Anteil an dieser Nachfrage abzubekommen. Nun gut.). Aber die Wiederveröffentlichung dieser beiden Alben auf einer Doppel-CD ist ja nur ein Viertel des Ganzen. Daneben findet der :Wumpscut:-Fan noch zwei neue Stücke vor: Die Coverversion des No Angels-Songs „All cried out“ (obwohl: Eigentlich ist das eine Nummer von Alison Moyet. Aber die kennt bestimmt keiner mehr. Die Referenz zu den No Angels liegt hier näher.) und eine Neukomposition mit dem Titel „Overkill“. Dazu gibt es dann noch Remixe, die Rudy Ratzinger für andere Bands gemacht hat und alternative Versionen von :Wumpscut:-Stücken, die zwar allseits bekannt sind, aber in dieser Form noch nie zu hören bzw. zu kaufen waren. Soweit die rein objektiven Fakten.
Kommen wir also zu der Musik als solchen und hier will ich mich dann doch mehr auf die Alben „Preferential Legacy“ und „Music for a german Tribe“ konzentrieren, da diese beiden Alben ja der Aufhänger für die CD sind: Ich muss gestehen, daß ich die Alben „Preferential Legacy“ und „Music for a german Tribe“ nicht kenne und von daher jungfräulich an die Musik gehe. Also, was ist drauf zu hören?
Nun ja, man kennt Rudy Ratzingers Faible für Provokation und Kontroverse. Das geht mit der Covergestaltung los (ist ja ganz nett, Zeichnungen aus einem medizinischen Lexikon abzubilden. Aber ich kann keine Darstellungen mehr von Titten, Mösen und Schwänzen sehen. Das kotzt mich auch in der neuen bildenden Kunst an. Ist einfach nur abgeschmackt und die unterste rustikale Schublade! Da wären Darstellungen anderer Körperpartien doch nach meinem Geschmack besser gewesen. Denn ansonsten kommt das Cover sehr edel und vornehm daher. Nun ja, ist eben meine Meinung.) und zieht sich durch die Themen seiner Stücke weiter durch. Und zumindest „Music for a german Tribe“ fängt mit einem ganz starken Titel an: „Soylent grün“ setzt sich vom Thema her mit der Würde des Menschen auseinander. Die O-Ton Samples sind aus dem gleichnamigen Film entnommen, der hierzulande „2022, die überleben wollen...“ heißt und hier den thematischen Aufhänger bildet. Musikalisch ist das eine dröhnende Stampf-EBM-Nummer, die es ganz locker auf sämtliche Tanzflächen der Republik schaffen wird/geschafft hat. Die nachfolgenden Stücke befassen sich – das Booklet verzeichnet zu jedem der Stücke auf „Music for a german Tribe“ liner notes, die dem Hörer den Background dieser Stücke vermitteln – dann weiter mit den Themen Tod, Drogen und Menschenwürde. Und da zeigt sich, das :Wumpscut: zu Recht eine singuläre Position zwischen den Polen EBM, Electro und Industrial einnimmt. Denn hier ist jede Nummer abwechslungsreich und folgt nicht dogmatisch einem bestimmten Genre. Denn direkt die nachfolgende Nummer „schwarzer Tod“ ist so ein Beispiel dafür: Sehr kontrastreich mit einem lyrisch-balladesken Strophenteil, der jäh unterbrochen wird von einem brachialen Speed-Metal angehauchten „Refrainteil“. Hier zeigt sich dann doch, daß Herr Ratzinger weiß mit Genres, Stimmungen und auch Gegensätzen umzugehen. Und in der dritten Nummer „Sag warum“ zeigt er sich dann – für EBM/Industrial-Verhältnisse - von der „normalen“ Electro-Seite. Das Thema des Songs hat mich sehr stark an das Bennsche Gedicht „Mann und Frau gehen durch die Krebsbaracke“ erinnert. Hier wummert zwar ein deftiges Schlagzeug durch, aber die Nummer ist durch und durch elegisch-melancholisch. Die nächste Nummer „Verflucht bis ihr verhungert“ ist dann noch einmal ein Stückchen langsamer und elegischer. Wäre hier kein angezerrter Gesang vorhanden und das Schlagzeug weniger „knallig“, dann hätte das auch durchaus eine ganz herkömmliche Weichspüler-Electro-Nummer sein können. Hier kann man zumindest eine Binnen-Dramaturgie entdecken, die ganz heftig beginnt und dann erst einmal die Energie rausnimmt um dann mit dem Stück „in der Nacht“ wieder aufgenommen zu werden. Hier gibt’s wieder EBM für all die Testosteron-geschwängerten EBM-Jungs, die sich ihre Männlichkeit auf der Tanzfläche mit drakonisch-stampfenden Tänzen beweisen wollen. Ebenfalls ein agressiver Tanzflächen-Kracher, der zweifels ohne seinen Weg finden wird/gefunden hat. „Krieg“ schließlich geht dann in Industrial-Gefilde hinein. Findet er doch die entsprechend-metallischen Sounds, die durch einen Verzerrer gejagt, das nötige Fundament für dieses Stück bilden und gleichzeitig auch den adäquaten Soundtrack zum Thema dieses Stückes bietet. Die letzten beiden Stücke „Stirb im Winter“ und „Schalt den Schmerz ab“ (letzteres mit O-Tönen aus dem Film „Twelve Monkeys“) nehmen die Energie von „Krieg“ wieder weg und bilden so einen „versöhnlich“-melancholischen Abschluss dieses Albums. Soweit zu „Music for a german Tribe“. Wüßte man nicht, daß es sich hier um einen einzigen Künstler handelt, könnte man meinen, hier einen EBM/Industrial/Electro-Sampler mit Beiträgen unterschiedlicher Künstler in den Händen zu halten. So macht elektronische Musik Spaß. Abwechslungsreich, jenseits der üblichen Soundklischees und nie langweilig werdend. Hat man dann noch im Hinterkopf, daß es sich bei diesem Album um ein Frühwerk handelt, so könnte man einerseits sagen, daß hier das Genie des Unbedarften am Werk war, andererseits stellt man aber auch eine ungezügelte Experimentierfreude fest, die jenseits der festgefahrenen Dogmen der einzelnen Genres für Abwechslung sorgen. Soweit dazu.
Auf dieser CD befinden sich dann auch noch Remixe, die Rudy Ratzinger für Bands wie Dive, Das Ich und Der Blutharsch angefertigt hat. Nun ja, mit Remixen ist das so eine Sache. Aber da will ich jetzt nicht näher drauf eingehen. Einige Worte zu den völlig neuen Stücken seien hier noch erlaubt: Das No Angels/Alison Moyet-Cover hätte sich Herr Ratzinger getrost sparen können. Lieblos und völlig oberflächlich kommt das Stück daher. Das hört sich so an, als ob das Ganze an einem Samstagnachmittag zwischen Autowaschen und Sportschau zusammengestrickt wurde. Zumindest ich erwarte von einer Coverversion, daß das Original so auseinandergenommen wird, daß man es mitunter schwer hat das Original zu erkennen. Das hier hört sich allerdings so an, als ob das ganze Arrangement 1:1 übernommen wurde und durch entsprechende Sounds aus EBM und Industrial ausgetauscht wurde. Tut mir Leid, ist völlig überflüssig und nun rein gar kein Kaufanreiz für den Hardcore-Fan. Die einzige richtige Neukomposition „Overkill“ ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Und da merkt man dann doch die Meisterschaft von Herrn Ratzinger. Aber ob dieses Stück alleine den Kauf dieser CD rechtfertigt? Hmh, schwierig!
Kommen wir aber nun zur zweiten CD mit ihrem Kernstück „Preferential Legacy“. Einige Stücke davon sind zwar auch schon auf der „Blutkind“-CD erschienen. Aber hier bekommt man das gesamte Album noch einmal in seiner vollen Gänze und der (hoffentlich) richtigen Reihenfolge. Dieses zweite Frühwerk von :Wumpscut: ist im Vergleich zu „Music for a german Tribe“ eher ruhig und beschaulich (sofern man so etwas von so einer Art von Musik behaupten kann). Völlig artfremd beginnt der Opener „The Hellion“ mit Schweinerock-Gitarren in bester Bombast-Rock Manier. Dies hat aber hier nur die Funktion eines Intros ohne tiefer gehenden musikalisch-substantiellen Wert. Erst mit dem zweiten Stück „Phase Shifter“ geht es richtig los. Aber das ist so völlig jenseits von musikalischen Strukturen. Hier wird experimentiert was das Zeug hält. Ein Mikro, ein Verzerrer und ein paar gutturale Laute, begleitet von tief dröhnenden Sounds von Synthie und E-Gitarre bilden hier das Hauptrepertoire für eine Klangcollage, die nahtlos in das dritte Stück „Throbberstalk“ überleitet, welches wiederum für :Wumpscut:-Verhältnisse äußerst balladesk ist, quasi eine Rudy Ratzinger-Ambient-Nummer. Und davon gibt es auf „Preferential Legacy“ noch mehr, obwohl mit „Pornography“, „Capitolo Finale“, „Total War“ und „Stomp“ auch die etwas heftigeren Nummern zu ihrem Recht kommen. Dennoch sticht die durchweg „ruhige“ Atmosphäre auf diesem Album doch mehr heraus und das trotz der oben genannten Abgeh-Nummern. Inwiefern man sich bei „Total War“ dann von :Wumpscut: provozieren läßt durch den Einsatz von O-Tönen eines Postkartenmalers aus Braunau mitsamt seinen Konsorten, muss jeder selber wissen (Als Ausgleich dazu musste ich mir dann doch noch einmal Charlie Chaplins „Der grosse Diktator“ anschauen.). Aber der Hinweis auf der Rückseite der CD, daß es sich bei :Wumpscut: um keine rechte Musik handelt hat schon seinen Grund. Es ist halt eben immer schwierig unbequem zu sein, nicht wahr? Wollte man einen Vergleich zwischen beiden Frühwerken abgeben, so würde ich sagen, daß „Music for a german Tribe“ die eindeutig härtere Schiene fährt, wohingegen „Preferential Legacy“ hier eher ruhig und ambient-mäßig (für :Wumpscut:-Verhältnisse) daherkommt. Bei letzterem Album hat das wohl auch damit zu tun, daß hier die sattsam bekannten Drum- und Bass-Sounds aus EBM/Industrial spärlich bis überhaupt nicht eingesetzt werden und das zugunsten von elektronischen Soundspielereien und dem Einsatz von Sounds jenseits festgefahrener Klischees. Dafür gibt’s von mir ein uneingeschränktes „Bravo!“ Auch hier zeigt sich – man denke daran: es ist ein Frühwerk! – wieder die wandlungsfähige Genialität von :Wumpscut:. Soweit zu „Preferential Legacy“.
Auf derselben CD gibt es dann auch noch eine Abteilung, die sich „artefact pearls“ nennt und Versionen von Stücken beinhaltet, die vorher in dieser Art noch nie zu hören waren. Inwiefern man aus diesen Versionen einen zusätzlichen Genuss herausholen kann bzw. einen neuerlichen Aha-Effekt erlebt, muss jeder für sich selber feststellen. Das hier zu kommentieren würde jetzt auch zu weit führen. Zuallererst wird mit dieser Abteilung die Sammel-Gier der eingefleischten Fans befriedigt.
Diese zusätzlichen Stücke fügen sich überraschenderweise jedoch nahtlos an die zuvor gehörte „Preferential Legacy“ an. Das kann man wirklich in einem Rutsch durchhören. Es gibt keine bemerkbaren Brüche zwischen „Preferential Legacy“ und den „artefact Pearls“. Besonders angetan aus dieser letzten Abteilung haben es mir die Stücke „C.B.T.“ und „Against Decay“. Hier wird soundcollagiert nach bester Skinny Puppy-Manier. Wunderbar!
FAZIT: Alles in allem zeigen diese beiden Wiederveröffentlichungen ein facettenreiches Bild der Schaffensvielfalt von Rudy Ratzingers :Wumpscut: auf. Sammler und Hardcore-Fans werden sich dieses Album in jedem Falle holen, sei es wegen der beiden neuen Stücke, der Komplettheit dieser beiden Frühwerke, oder auch der bis dato unveröffentlichten Alternativ-Versionen altbekannter :Wumpscut:-Stücke. Hier bekommt man für wenig Geld sehr viel geboten! Wie eingangs gesagt ist „Preferential Tribe“ ein Bastard. Diejenigen, die die „Blutkind“-Compilation haben werden sich vielleicht die Haare raufen und fluchen, daß man jetzt wieder was kaufen muss, was man zu 75% schon hat, und nur wegen der ausstehenden 25% jetzt noch einmal kaufen muss/will. Denn irgendwie macht er sich mit „Preferential Tribe“ seine eigene Konkurrenz zu „Blutkind“. Aber so geht Betriebswirtschaft: Analyse des Marktes, Angebot und Nachfrage, Befriedigung der Nachfrage und Erzielen von Profit. Aber ganz so negativ will ich das hier jetzt auch nicht bewerten, zeigt „Preferential Tribe“ ein so breites Spektrum unterschiedlichster musikalischer Betätigung, wie sich das manch angesagte ultra-brutal-dogmatische EBM/Industrial-Band niemals erlauben könnte. Und eines darf man auch nicht vergessen: In der Anfangszeit hat kein Hahn nach :Wumpscut: gekräht. Und wenn man einmal so weit etabliert ist, daß die Hörerschaft nach mehr verlangt und sich fragt, wie alles begonnen hat, dann sollte man diese Nachfrage auch befriedigen. Und das hat Rudy Ratzinger dann auch getan. Eine Tat, die sich manch andere Band auch einmal überlegen sollte (sofern sie die Verwertungsrechte für die alten Sachen noch besitzen). Denn dumm sollte man niemanden sterben lassen! Ich habe mich jetzt zwar nur auf die Musik von „Music for a german Tribe“ und „Preferential Legacy“ konzentriert und da drängt sich die Frage auf, inwiefern das übrige „Beiwerk“ nun hätte sein müssen. Aber das wäre dann eine reine Insider-Veröffentlichung gewesen. Und die unter dem Titel „artefact pearls“ zusammengefassten Alternativ-Versionen sind dann auch nicht von der Hand zu weisen. Zumindest nicht für den Hardcore-Fan. Neulinge bekommen hier allerdings für ihr Geld einen breiten Querschnitt an :Wumpscut:-Musik mit dem Schwerpunkt auf ebenjene Wiederveröffentlichungen. Und überraschenderweise kann man diesen viergeteilten Bastard, der Musik aus unterschiedlichen Jahren enthält in einem Rutsch durchhören. Rudy Ratzinger hat da ein sehr gutes Gespür für die Zusammenstellung der zusätzlichen Songs zu eben jenen Wiederveröffentlichungen gefunden und so eine Art Retrospektive mit seltenen Beigaben zusammengestellt. Quasi eine Art Luxus-Sampler, der nie langweilig wird und hier Musik von einem einzigen Projekt enthält. Und das macht „Preferential Tribe“ schließlich auch uneingeschränkt empfehlenswert auch für diejenigen, die sich bisher noch nicht mit :Wumspsuct: auseinandergesetzt haben. Dennoch: Herr Ratzinger hätte Ihnen das nicht schon vor „Blutkind“ einfallen können?
Wegen der Überschneidungen zu „Blutkind“ gibt’s hier deshalb von mir
9 von 10 Punkten
Autor: Der Grossherzog
|
|
|
| Top of Page | 192 |
Source: PowerMetal.de
Published: 17 May, 2003
|
 |
|
|
Das Projekt WUMPSCUT ist ein kontroverses und skandalträchtiges Thema. Irgendwo zwischen künstlerischer Freiheit, neutraler Akzeptanz deutscher Geschichte und gezielter Provokation bastelt Rudy R. elektronische Musik im Bereich von EBM, Industrial und Ambient, die von nervigem Krach über angenehme Klänge und Soundexperimente bis hin zu ausgezeichnet tanzbarer Clubelektronik gefächert ist. Aber letztlich ist "Preferential Tribe" vor allem ein Geschenk an die Fans, die ihren Meister bereits ausreichend kennen sollten; daher werde ich zu Rudy R. und seinem sicherlich zwiespältig zu betrachtenden Treiben keine weiteren Worte verlieren.
Das Fangeschenk geht schon beim Preis-Leistungs-Verhältnis los: 2 Silberscheiben mit 140 Minuten Mucke drauf zum Normalpreis einer CD. Die erste Auflage kommt zudem im leckeren und künstlerisch sehr interessanten Digipack auf den Tisch. Was hat dieses Release nun zu bieten?
Zum einen gibt es noch einmal die limitierte CD "Music For A German Tribe" von 1997 mit deutschen Versionen von WUMPSCUT-Tracks, die damals in der Embryodeadbox erschien. Außerdem liegen die Tracks der Vinyl-LP "Preferential Legacy" von 1995 bei. Obendrauf gibt es zwei neue Stücke zu hören. Das gelungene 'Overkill' kommt im Monumentalformat von 7:30 Minuten daher, mein persönlicher Liebling ist allerdings das überraschende 'All Cried Out' – die erste (? Wirklich? Mir kommt 'The Hellion' auch irgendwie bekannt vor.) Coverversion von :W:, dazu noch mit ungewohnt poppigem Melodiebogen und einer Clubhit-Garantie. Als würde das noch nicht reichen, legt der Meister noch elf sehr seltene oder auch bislang unveröffentlichte Songs dazu, unter denen sich so manche Perle finden lässt.
Fans kommen also um diese satte Packung nicht herum; interessierte Quereinsteiger können hier allerdings auch gern zulangen, um Einblick in ein breites Spektrum musikalischen Schaffens dieses Reizpunkt-Projektes zu bekommen. Wer auf Samples aus dem Dritten Reich und allerlei blutrünstige Texte nicht gut klarkommt, sollte allerdings die Finger von einigen der Songs lassen.
Anspieltipps: Bei 33 Tracks fast witzlos, aber mir haben es 'All Cried Out', 'Overkill', 'Soylent Grün', 'The Hellion' und 'Wound' besonders angetan.
Andreas Jur [17.5.2003]
|
|
|
| Top of Page | 198 |
Source: Funprox
Published: 2003
|
 |
|
This is not a new Wumpscut album. The work on a new album is in progress, but in the meantime :W: is doing in what is very good in, recycling old and obscure material. This double cd combines two new songs, hard to find tracks, old material and remixes. One of the new songs is ‘All Cried Out’, a cover version of a Alison Moyet (!) song. The result is a bit disappointing, a poppy song that is lacking a good atmosphere. The other new song is ‘Overkill’ and is much better. This is a slow and dark EBM track in the recognizable Wumpscut style.
The remix track ‘Achtung’, done for Der Blutharsch, is another excellent song. :W: has made this song into a weird industrial (and still militant) song. Also featured on this 2-cd are some older songs like ‘Soylent Grün’ and ‘Schwarzer Tod’. These songs sound raw compared to most dark electro music of today, but never dated. These tracks still are among the top of dark electro/industrial music. Hopefully the new album will be more into this style than that of the poppy ‘All Cried Out’.
|
|
|
| Top of Page | 207 |
Source: Laut
Published: Marth, 2003
|
 |
|
|
REVIEW VON Daniel Straub
Mit der neuen Doppel-CD "Preferential Legacy/Preferential Tribe" ergänzt :Wumpscut: Mastermind Rudy R. die Reihe seiner Re-Releases und rückt dabei dieses Mal die frühen Tage der Bandgeschichte in den Blickpunkt. Der Doppelpack enthält die 1995 nur als Vinylversion erschienene LP "Preferential Legacy" sowie Remixe und Limitiertes aus der jüngeren Vergangenheit.
Zusätzlich packte der Münchner noch einige deutsch gesungenen Versionen seiner größten Hits drauf, die bereits unter dem Titel "Music For U German Tribe" erschienen sind. Wem das noch nicht Kaufreiz genug ist, der werfe einen Blick auf die historischen anatomischen Darstellungen, die Cover und Booklet zieren und eile schleunigst zur Kasse.
Voll überzeugen kann :Wumpscut: mit den 1995 entstandenen Tracks der "Preferential Legacy"-Platte. Sphärische Industrial-Stücke wie "Phase Shifter" oder Batavion, die in der Tradition der frühen Releases von Current 93 und Coil stehen, bilden ruhigen Gegenpol zu den rhythmischen Kampfansagen an den Dancefloor. "Capitolo Finale" oder "Pornography", das zudem mit einem Sample von Dead Kennedys Frontmann Jello Biafra zu gefallen weiß, unterstreichen, warum die DJs :Wumpscut: seit Jahren hoch und runter spielen.
Die vielen Samples machen eine :Wumpscut:-Platte darüber hinaus immer auch zum unterhaltsamen Ratespiel. Mal bemüht Rudy R. die sanfte Stimme der Current 93 Sängerin Rose McDowall, mal brüllen Goebbels und Hitler um die Wette. Damit derlei niemand in den falschen Hals bekommt, informiert ein Schriftzug auf dem Cover über das politisch korrekte Understatement von :Wumpscut:. Hinten an "Preferential Legacy" angehängt sind einige Perlen für die :Wumpscut: Fans: so gibt es bisher Unveröffentlichtes zu hören, wie die Tanznummer "Crang March".
An die Fanherzen appelliert auch die andere CD, die den Bogen von der Mitte der 90er in die Gegenwart spannt. Aus den ersten Jahren stammen noch die unter dem Titel "Music for U German Tribe" zusammen gefassten deutschen Versionen von :Wumscut:-Klassikern wie "Black Death" bzw. "Schwarzer Tod" oder "Soylent Green". Mir persönlich gefallen die englischen Versionen besser, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich trefflich streiten.
Schließlich sind auf "Preferential Tribe" auch noch einige Remixe aus der jüngeren :Wumpscut:-Vergangenheit zu finden, die jedoch im Vergleich zu den frühen Tracks von "Preferential Legacy" ein wenig uninspiriert daher kommen. Vielleicht liegt's ja auch am Ausgangsmaterial, das von Bands wie Das Ich oder Der Blutharsch stammt. So bleibt "Preferential Tribe" am Ende ein schönes Fanpackage mit allerlei Rarem und Limitiertem, das allerdings nicht allein deswegen schon immer eine Offenbarung bedeutet.
[Hard Beat Propaganda] |
|
|
| Top of Page | 210 |
Source: Discover
Published: 05 May, 2003
|
 |
|
|
Es ist wieder an der Zeit, die alternative, extremlinke Partie zu schrecken. Und wie ginge das wohl besser - zumindest auf musikalischem Sektor -, als mit einem Release von Rudy Ratzinger, auch bekannt als :Wumpscut:. Der gute Mann gilt spätestens seit dem ominösen Fall Ruda als nationalsozialistischer, faschistischer Teufelsanbeter und pflegt dieses Image nun, in dem er sich nicht scheut, auf seiner aktuellen Veröffentlichung, die das 95er Album "Preferential Legacy", das 97er Release "Music For A German Tribe" und diverse noch nicht veröffentlichte oder gar neue Tracks enthält, eine Kollaboration mit den fraglos umstrittensten Protagonisten der Industrial-Szene, Der Blutharsch, einzugehen (siehe "Achtung"). Doch Rudy ist vorsichtig geworden. Provokation hin oder her, man lernt aus Verleumdungen der Vergangenheit und den damit einhergehenden Folgen. Und so beschwichtigt der Musikant all seine Gutmenschen-Gegner und selbsternannten Hüter der Moral mit dem kleinen aber feinen Satz "Wumpscut is no profascist and/or racist project/act - Free your mind for a second thought..." am rückwärtigen Ende des graphisch grandiosen Digipacks. Selbiges hat auf zwei inliegenden Silberlingen eine bunte Mixtur aus "richtigem" Industrial (nicht in der Liga von Megaptera, Winterkälte oder MZ 412, aber doch hörenswert) und weniger heimtauglichen, weil technoiden Tanzbodenkrachern zu bieten, die allerdings in passendem Ambiente durchaus für Furore sorgen könnten.
Fazit: Ein schönes Stück nicht nur für Wumpscut-Anhänger, sondern auch für Interessenten harscher Klänge, deren musikalisches Aggressionspotential für Brighter Death Now noch nicht ausreicht. Melodiöser und ausgefeilter Indiustrielärm, der sich bestens als Industrial Body Music beschreiben lässt.
Inga Stumpf
|
|
|
| Top of Page | 219 |
Source: Metal-Inside
Published: 22 April, 2003
|
 |
|
|
Eigentlich ist es doch traurig. Einige Leute mögen Rudy nicht mehr. Und Rudy mag einige Leute auch nicht mehr. Und warum der ganze Streit? Weil im Kopf von WUMPSCUTs Rudy ein paar Dinge etwas durcheinander geraten scheinen. Es war bisher die Domäne von durchsichtigen Partyludern mit auffälligen, plumpen und dummen Aktionen auf sich Aufmerksam machen zu müssen. Und man sollte ja meinen, dass Rudy so was nicht nötig hat, nicht umsonst hat er in der düsteren Ecke der Electroszene einen respektablen Ruf. Doch weit gefehlt. Der Stein des Anstoßes ist die Wiener Band Blutharsch, mit sehr zweifelhaftem Ruf: Spielereien mit braunem Gedankengut und Symbolismus, musikalisch extreme Geschmackssache. Rudy hat es nun für nötig befunden, dieser Band die Chance zu geben, mit einem Remix eines - abgrundtief schlechten - Blutharsch Songs auf seine CD zu kommen. Was im Kopf eines Mannes vorgeht, der sich auf diese Weise ins Gerede bringen muss, das Kalkül auf die entsprechend empörte Presse wohl im Hinterstübchen, will ich gar nicht wissen. Denn auch künstlerisch ist bei Blutharsch einiges im Argen bzw. weniges vorhanden und es gäbe sicher zig Alternativen die in jeder Hinsicht mehr zu bieten hätten. Und so muten alle Erklärungen und Empörungen Rudys fragwürdig bis lachhaft an und jede objektive Beurteilung dieses Themas führt zu dem Schluss, dass dies, gelinde gesagt, ein Schuss in den Ofen war. Zwei neue Songs, an denen mir aber schon vorher jede Lust vergangen war und einige neue Versionen alter Songs finden sich auf den beiden CDs. Der Rest wurde bisher lediglich in limitierter Form als "Music For A German Tribe" und "Preferential Legacy" veröffentlicht. Erstere sind deutschsprachige Versionen der englischen Originale (1997). Zweite erschien 95 als LP und dürfte ebenfalls nur in den wenigsten Plattenschränken stehen. Das ganze in schickem Digipack zum Preis einer normalen CD, Fans werdens danken, mehr Worte darüber verlieren bringt nichts. Satire darf alles, Rudy nicht. Schon einige haben die Grenze zwischen Satire und Lächerlichkeit nicht mehr ganz erfassen können, Rudy wird das auch noch merken. Ein entsprechender Vermerk auf der CD lädt zum zweiten Nachdenken über die provokanten Anspielungen ein und manövriert sich damit selbst ins Aus. Lasst euch zu einem dritten Nachdenken einladen. Und lasst dann die Finger davon! Man sollte wissen wann genug geredet wurde, für Rudy ist es jetzt so weit. Buch zu. (dod)
|
|
|
| Top of Page | 225 |
Source: Metal.de
Published: 14 May, 2003
|
 |
|
|
Gut ein einhalb Jahre nach dem letzten Full-Length Album WREATH OF BARBS und drei Jahre nach der Doppel-Best-Of-CD BLUTKIND, gewärt Rudy Ratzinger erneut einen Einblick in seinen Giftschrank. PREFERENTIAL TRIBE nennt sich die neue alte Doppel-CD, deren Titel sich aus den beiden Frühwerken PREFERENTIAL LEGACY und MUSIC FOR A GERMAN TRIBE zusammensetzt. Während PREFERENTIAL LEGACY 1995 als Teil der auf 1001 Exemplare begrenzten BUNKERTOR-Box ausgeliefert wurde, war MUSIC FOR A GERMAN TRIBE lediglich in der EMBRYODEAD-Box zu finden, welche 1997 auf 2525 Kopien limitiert, veröffentlicht wurde. Vor diesen beiden Kapiteln macht CD1 jedoch erst einmal mit zwei neuen Tracks, sowie einigen von Rudy angefertigten Remixen den Anfang. "All Cried Out", im Original von Alison Moyet, später von den No Angels gecovert, eröffnet den Reigen in Form des allerersten :Wumpscut: Covers und weiss trotz der ungewohnt poppigen Melodiegebung zu gefallen. "Overkill (Death for the Masses)", neben dem Instrumental "Marta Arnau Marti (Slaughter)" der einzige wirklich neue Track dieser Veröffentlichung, schlägt dann jedoch wieder bekannte Pfade ein. Die folgenden Remixe hingegen hauen mich ehrlich gesagt nicht aus den Socken, vor allem der bereits in anderen Medien heiss diskutierte "Achtung"-Remix für Der Blutharsch, kommt mir schlichtweg zu platt daher, um Anlass für eine große Diskussion zu bieten. Völlig anders jedoch verhält es sich bei den darauffolgenden acht Tracks von MUSIC FOR A GERMAN TRIBE. "Soylent Grün", "Schwarzer Tod", "Krieg" & Co klingen noch bedrohlicher als bereits in der allseits bekannten, englischsprachigen Fassung und gehören meiner Meinung nach auch heute noch zum Besten, was jemals Rudys Giftschrank verlassen hat. CD2 beginnt mit den 13 Tracks der PREFERENTIAL LEGACY LP, welche übrigens teilweise bereits auf der Erstauflage von BLUTKIND wiederveröffentlicht wurden und man merkt dem Material deutlich an, dass es in den Anfangstagen von :Wumpscut: enstanden ist. Würdig, erneut veröffentlicht zu werden, halte ich lediglich "Pornography", "Batavion", "Capitolo Finale" und "Total War" - vier von 13 Tracks... Interessanter dürfte da schon das vierte und letzte Kapitel sein, welches als ARTEFACT PEARLS betitelt, einige bislang komplett unveröffentlichte Tracks beinhaltet. Besonders hervorzuheben ist hierbei mit Sicherheit "Crang March", sowie die Instrumentalversion von "Hang him higher". Nach über 140 Minuten und 33 Tracks hat auch diese, einmal mehr kunstvoll aufgemachte Doppel-CD ein Ende und so stellt sich resümierend die Frage nach der Notwendigkeit von PREFERNTIAL TRIBE. Als besonders fraglich gestaltet sich im Zuge dieser Wiederveröffentlichung ein Statement, welches seinerzeit in der BUNKERTOR-Box zu lesen war: "Not to be released once again" hieß es damals. Wenngleich Rudy die Neuauflage dieser Tracks wie folgt begründet, bleibt dennoch ein bitterer Beigeschmack: "MUSIC FOR A GERMAN TRIBE ist nur 1001 mal, PREFERENTIAL LEGACY nur 2525 mal unter's Volk gemischt worden, über eBay kosten die Teile inzwischen einen dermaßenen Batzen Geld, dass es einfach keinen Sinn macht, entweder a) einen Kleinkredit dafür aufzunehmen, oder b) billige und schlecht gemachte Bootlegs auf CD-R über zweifelhafte andere Quellen zu erhaschen - Daher die Entscheidung, beides für alle frei (und zudem auch noch sehr erschwinglich) zugänglich zu machen: 2CD zum Preis eines normalen Albums." Auch wenn diese Maßnahme durchaus zweckmäßig erscheinen mag und der Preis de facto nur bei dem einer regulären CD liegt, so werden all jene, die die Originalveröffentlichungen noch vor kurzem bei eBay & Co erworben haben, sich sicher auf den Schlips getreten fühlen. Alle anderen können aufgrund eben des fairen Preises nun diese Möglichkeit nutzen, um an die raren Tracks zu kommen. Die Erwartungen an die Qualität, vor allem bei PREFERENTIAL LEGACY, sollten jedoch nicht zu hoch angesetzt werden - diese schwankt nämlich von Kapitel zu Kapitel und das für meine Begriffe zu stark.
Punkte: keine Wertung
(Azazel / 14.05.2003)
|
|
|
| Top of Page | 233 |
Source: Ragazzi
Published: 05 May, 2003
|
 |
|
|
Die schlechte Nachricht zuerst: Das neue Wumpscut-Album enthält nur zwei neue Tracks. Und jetzt die gute: Auf "Preferential Tribe" gibt es dennoch 140 (!!) Minuten genialen Wumpscut-Sound. Die Platte ist ein tiefer Griff in den streng gehüteten Giftschrank von Herrn Ratzinger. Was der Meister dabei zu Tage fördert, kann sich sehen lassen.
Zum einen enthält die Doppel-CD das komplette, strikt limitierte Album "Music for a German Tribe" aus dem Jahre 97. Dabei handelt es sich um die deutschen Versionen legendärer Wumpscut-Songs. Den zweiten großen Part bildet die 1995er Vinyl-LP "Preferencial Legacy", eine Art Bestandsaufnahme aus frühen Wumpscut-Tagen, die teilweise recht experimentell klingt. Der Fan, zumal der jüngere, wird sie dankbar in sein CD-Regal einordnen, wird so doch das Wumpscut-Bild komplettiert. Und dann sind da noch die bereits erwähnten beiden neuen Titel. Wobei es eigentlich nur ein wirklich neuer ist, denn mit dem für Wumpscut-Verhältnisse sehr poppigen "All Cried Out" liefert Rudi Ratzinger seinen aller ersten Coversong überhaupt ab. Dieser stammt ursprünglich von Alison Moyet, wurde aber auch schon von Rudys persönlichen Lieblingen, den No Angels, bearbeitet und kann so auch als Hommage an die Mädchen-Band verstanden werden.
"Overkill" heißt die einzige echte Neukomposition, die typisch Wumpscut ist, mehr als fett daherkommt und definitiv für volle Tanzflächen sorgen wird.
Diverse Bonustracks (Remixe für Kollegen, Instrumentals, bisher Unveröffentlichtes) runden den Silberling ab.
Fazit: Obwohl das 2003er Wumpscut-Release kaum neues Material enthält, ist es ein Muss für jeden Freund gepflegten Electros. Nicht zuletzt wegen des speziellen Artworks, das sicher auch "Körperwelten"-Erfinder Gunther von Hagen gefallen würde. Aber seht und hört selbst.
Stefan
|
|
|
| Top of Page | 242 |
Source: Toronto Industrial Kollective
Published: Marth, 2003
|
 |
|
Rating: B+
The new Wumpscut release with the unlofty name, "Preferential Legacy & Music for A German Tribe + Bonus Tracks", or the much easier shortened version "Preferential Tribe" contains four parts over two discs.
I've found after coming out of a slump of bad releases with Wreath of Barbs, I've relaxed my criticism of Wumpscut. With Preferential Tribe we once again focus backwards on earlier Wumpscut, and can see some of the reasons why Wumpscut achieved such high regard in the Industrial/EBM genre. The earlier material shows a more creative side of Wumpscut, not confined within the prison of EBM beats. Disc one, Music for a German Tribe, is the German lyric edition of some of Wumpscut's most classic tracks (Soylent Green, War, Die In Winter to name just three). While disc two, Preferential Legacy, contains tracks that had previously only appeared in limited edition vinyl version, and are now being re-released apparently to combat, what Wumpscut calls, 'bad black copies' being sold on Ebay by 'greedy for money' collectors.
The other two parts of this Wumpscut anthology is comprised of disc one's "New Tracks and Remixes", and disc two's "Artefact Pearls". New Tracks contains a Wumpscut cover, a couple of new tracks and 3 remixes of other bands by Wumpscut (Der Blutharsch, Clean and Das Ich) (all previously released). While Artefact Pearls contains 7 tracks pulled from the Wumpscut vault, including two tracks that are previously unreleased.
Overall the double CD holds up to the Wumpscut tradition and fans are sure to be pleased. Although there are tracks on here that have been released before, they have been tightly packaged together with otherwise unavailable tracks and new material.
|
|
|
| Top of Page | 262 |
Source: Yabbas World
Published: Marth, 2003
|
 |
|
|
Die "neue" CD von :WUMPSCUT: setzt sich aus 2 neuen Liedern, eine Menge Remixe, sowie den beiden Wiederöffentlichungen "Music for a German Tribe" und "Preferential Legacy" zusammen. Letzteres war der Vinyl Inhalt der auf 500 Stück limitierden "Bunkertor"-Box, während "Music for a german Tribe" CD Beigabe der "Embryodead"-Box war.
Bei den Preisen von bis zu 500 Euro bei Ebay verwundert es nicht das Rudy, der ganz gerne seine Releases wiederveröffentlicht, diese Scheiben nun wieder für eine breite Mehrheit zur Verfügung stellt. Die DCD gibt es zum Preis einer normalern CD und beide Werke würden schon einen Kauf rechtfertigen wie auch die Remixe für sich genommem auch ihr Geld wert sind.
Gleich zum Anfang dann allerdings der Schock mit der Coverversion des Alison Moyet Stücks "All cried out" liefert :WUMPSCUT: Rudy wohl das schlechteste Stück seit Bandgründung ab, aber das ebenfalls neue Stück "Overkill" kann dann den Hörer wie früher in seinen Bann ziehen. Dann geht es schon über zu den Remixen. Der Remix des Stückes "Achtung", über das schon in anderen Magazinen sich totgeredet wurde weiss auf seine Art zu fazinieren, während "Voice", das für "Cleen" geremixt wurde abfällt. Das Ich mit "Aura" im :W:Mix ist gut gelungen und auch "Slaughter" befindet sich in einer würdigen Form. Zur "Music for a german Tribe" gibt es nicht viel zu sagen, nur soviel, was vor 6 Jahren geile Musik war ist das noch heute.
Die zweite CD beginnt mit der "Preferental Tribe" die :WUMPSCUT:-Stücke aus der Frühzeit beinhaltet und schon in anderer Form im "Blutkind" veröffentlicht wurde. Zum Schluß dann wieder Remixe und Demos von denen mir persönlich am besten "God" gefällt.
Alles im allen einen gutes Releases Remix Album mit einem Schuß Neu-Paket, aber jetzt möchten wir endlich wieder eine neue CD des Meisters.
YABBA
W.INFO comment: This review was also published in Gothic World |
|
|
| Top of Page | 263 |
Source: Chain D.L.K
Published: 19 April, 2003
|
 |
|
doing electro pop?!? Any Wumpscut fan would cringe at the thought, but don’t worry it’s Rudy’s old stuff on here. The song being “All Cried Out”, which is bouncy, but me being used to Wumpscut’s rivet stomping industrial-goth gold, it’s kinda odd. This double CD set is an examination of his older days and some new goodies for the Wump Troopers out there, along with a completely German version of the classic CD “Music For a Slaughtering Tribe”. You may remember the German track for ‘Soylent Green” from the ‘Electropolis 1’ compo CD (another classic) not too long ago, it of course being a more in tune version versus the English version. The German seems to fit the track so much better! You get all the essentials on this set, from a German version of gems like “Die In Winter” and the hidden track from ‘Bunketor 7’ now revealed as “Red Water”, written I’m guessing in memory of a lost friend of his. It’s always been one of Wumpscut’s most beautiful and entrancing tracks, and seems to have even more potency as a eulogy. One tends to forget that under all the Teutonic, blistering tracks Wumpscut does, Rudy also has the undeniable power to make cold yet emotional music, as well as his powers in programming and sequencing. I could go on forever about all this CD has………………….A cover of Dive’s “God”, the previously unreleased “Crang March”, a good deal of his remix work (including the hard to find remix of Cleen’s “The Voice”), complete versions of tracks from ‘Bloodchild’, and much more! Perfect for the newbie rivethead on your block, the ones curious to Wumpscut’s magic and even some goodies for the hardcore :W: collector. This and anything from Wumpscut is essential in any industrial collection, this is the evolution from the old Leatherstrip sound everyone was copying around the time this group started (they are strongly Leatherstrip influenced, but it definitely has it’s own edge and style). It can well be argued that this group saved industrial, as well as laid roots for bands such as Hocico and Cenobita. Bring the kids, and come feel the love and warmth that is Wumpscut! Haha! Rating: 10. PS, also watch for my interview with Rudy now underway. Also check our Issue #5 for an in depth interview with him.
Review by: KlingKlangBedlam
|
|
|
| Top of Page | 264 |
Source: Bright Eyes
Published: Marth, 2003
|
 |
|
|
Das ist mitnichten ein Release mit komplett neuem Material der Elektrotruppe um Rudy R., sondern die Wiederauflage der einst streng limitierten „Musik For A German Tribe“, der 95er Vinyl-LP „Preferential Legacy“ sowie zahlreiche Boni und ein neuer Track („Overkill“ – sehr atmosphärischer und guter düsterelektronischer Sound). Satte 140 (!!) Minuten Musik haben Label und Künstler auf 2 CDs in superber Verpackung gepackt. Diese wird – wie die „Körperwelten“-Ausstellung für Gesprächsstoff sorgen, aber wer mit dem eigenen Körper – bzw. dem wissenschaftlichen Anblick desselben – nicht umgehen kann, sollte es lassen. Egal, :WUMPSCUT: dürften dem traditionellen Metaller nicht gerade gut reinlaufen, da es sich um überwiegend synthetisch erzeugte Mucke handelt, der offene Hörer bekommt aber teilweise endgeile, tanzbare Songs, die im Elektro-Genre mal wieder klar machen, wer erstens der Chef ist und wer zwotens wo die Ideen her hat. Und wer „The Hellion“ von Judas Priest (!!) so klasse covert, hat eh gewonnen. Auch wenn einige Ausfälle („C.B.T.“, „Against Decay“ und „Dried Blood Of Gomorrha“ – alles zusammengesampleter Lärm) vertreten sind, laufen u.a. Hämmer wie das Alison Moyet-Cover „All Cried Out“ (lässt die blutarme Version der No Angels meilenweit hinter sich), „Soylent Grün“, „Schwarzer Tod“ (gesampletes Death Metal-Riffing!) oder „Stirb im Winter“ (düster und sehr böse) gerne bei mir. Wer die elektronische Bandbreite von Arcana bis Bruno Kramm auf einem Album auskosten will, kommt bei „Preferential Tribe“ auf seine Kosten. Bei 33 Tracks hat sicher jeder seine eigenen Faves und über einige Samples (aus dem 3. Reich) werden sich auch wieder einige besorgte Persönchen aufregen, mir ist diese Scheibe aber alles in allem eine fette „11“ wert!
Oliver Vollmer
11 von 13 Augen
|
|
|
| Top of Page | 266 |
Source: Smother.Net
Published: Marth, 2003
|
 |
|
Editor's Pick
Excellent album cover artwork and liner notes just augment the maniacal and boisterous EBM by one of my all-time favorite electro/industrial artists. “All Cried Out” sounds very retro with its 80s inflected synth line and drum machine work. I mean you can`t really do anything other than bow down to these gods of electro-industrial. This double-disc package is full to the brim of rare tracks, new music, remixes, and music from the vinyl LP that was part of Bunkertor 7 box set. This is perfect for any electro fan and no wumpscut fan`s collection will be complete without this great collection.
- J-Sin |
|
|
| Top of Page | 267 |
Source: Blacklight
Published: Marth, 2003
|
 |
|
|
Im Wechsel mit den neuen :Wumpscut:-Alben, veröffentlicht Rudy R. schon seit Jahren immer wieder Werke mit raren, und gesuchten Titeln aus der :Wumpscut:-Vergangenheit, Remixen und Wiederveröffentlichungen vergriffener Werke. "Preferential Tribe" bietet erneut all das und sogar zwei brandneue Titel.
Ganz ungewohnt aber durchaus interessant designed kommt das neue Werk aus dem Hause :Wumpscut: daher. Zahlreiche anatomische Zeichnungen zieren das Cover der CD, deren Erstauflage als hübsches Doppel-CD-Digipack mit zwölfseitigem Leporello-Inlay erhältlich ist und wieder einmal rares und vergriffenes aus dem gut verschlossenen :Wumpscut:-Archiv zu vernünftigem Preis preisgibt und obendrein noch zwei brandneue Stücke des bayrischen Electro-Industrial-Meisters beinhaltet.
Das Grundgerüst des Werkes, was auch die Namensgebung deutlich macht, bildet zum einen die 1995 erschienene und bislang sehr gesuchte Vinyl-LP "Preferential Legacy", zum anderen die 1997 strikt limitierte, als Box-Beilage erschienene, CD "Music For A German Tribe". Letztere entstand damals auf Wunsch zahlreicher Fans nach deutschsprachigen :Wumpscut:-Stücken und enthält eine von Rudy getroffene und sehr gelungene Auswahl damaliger :Wumpscut:-Highlights wie zum Beispiel "Soylent Grün", "Schwarzer Tod", "Krieg", "Stirb Im Winter" und vor allem das geniale "Schaltet Den Schmerz Ab" ("Turns Off Pain"). Die Stücke dürften Clubgängern und :W:-Fans allesamt hinlänglich bekannt sein und verlieren auch im deutschsprachigen Gewand nichts von ihrem Reiz - im Gegenteil, die Umsetzung der Texte ist zum Teil grandios.
Neben den Stücken von "Music For A German Tribe" enthält CD1 gleich noch eine ganze Reihe weiterer Aufsehen erregender Schmankerl. Da wäre zunächst das erste, ebenfalls von den Fans vielfach ausdrücklich gewünschte, :W:-Coverstück. Rudy´s Wahl fiel hier auf das radiotaugliche Pop-Stück "All Cried Out" von Alison Moyet, dem Rudy´s verzerrter Gesang ganz gut zu Gesicht steht und trotz des nach wie vor poppigen Charakters zu einer typischen :W:-Hymne werden wird. Soweit ganz witzig. Weniger witzig, aber nicht weniger gut ist der ebenfalls brandneue, fast acht Minuten lange Track "Overkill (Death For The Masses)" geworden. Der Song erinnert in Sachen Komposition und Sound ein wenig an "Bunkertor 7" Zeiten und ist absolut nicht vergleichbar mit dem Sound vom letzten regulären :W:-Album "Wreath Of Barbs".
Ebenfalls bislang unveröffentlicht und sehr atmosphärisch ist das Stück "Marta Arnau Marti", ein :W:-Remix des gleichnamigen In Slaughter Natives-Titels. Um die ganze Sache abzurunden finden sich noch die von Rudy angefertigten und bislang nur auf den Alben der Auftraggeber veröffentlichten Remixe von "The Voice" (Cleen), "Aura" (Das Ich) und "Achtung" (Der Blutharsch) auf der ersten CD. Vor allem "Aura" und "Achtung" können voll und ganz überzeugen und dürften den ein oder anderen Tanzboden zum vibrieren bringen.
Etwas weniger spektakulär ist dann die zweite Silberscheibe dieses zum Preis einer regulären CD erhältlichen Doppelwerkes ausgefallen. Hier kommen vor allem eingefleischte und musikorientierte :W:-Fans auf ihre Kosten, die fortan nicht mehr horrende Preise für eine vergriffene Vinyl-LP bei Ebay und Co. bezahlen werden müssen. Die zwölf "Preferential Legacy" Stücke sind allesamt noch ohne Gesang konstruiert, enthalten jedoch zahlreiche Samples, was ein durchaus würdiger Ersatz für Rudy´s Vocals ist. Hier geht es noch weitaus experimenteller als auf den letzten :W:-Werken zu und natürlich kann sich auch der Sound nicht mit dem, was heute längst Standard in Sachen Produktion ist, messen. Viele der Stücke erinnern mehr an sphärische Klangcollagen oder bewegen sich im Bereich krachig beeinflußter Industrial-Sounds, wie sie auch noch auf den ersten regulären :W:-Werken wie "Music For A Slaughtering Tribe", "Gomorra" oder "Dried Blood" zu vernehmen waren.
Positiv hervor stechen die Stücke "Capitolo Finale", "Total War", "Irak2" und "Lamandier" - letztlich bleiben die zwölf Tracks jedoch mehr ein interessanter Rückblick auf die ersten Schaffenstage von einem der heute bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Electro-Industrial-Projekte und haben wohl wenig Chancen, im nachhinein noch zu großem Ruhm zu gelangen.
Was dann auch die zweite CD noch um einiges interessanter macht sind zahlreiche rare oder gänzlich im Rudy´s Giftschrank verschollen gebliebene Tracks aus früheren Jahren. Da wären zum Beispiel eine Instrumental-Version des Club-Hits "Hang Him Higher", das krachige Dive-Tribut-Stück "God" oder die Songs "Crang March" oder "C.B.T.", welche beide durchaus gewisse Chancen auf von Industrial- und Noise geprägten Tanzflächen haben dürften.
All das läßt durchaus darauf schließen, daß Rudy hier nicht mal eben einen schnellen Euro mit ollen Kamellen machen möchte, sondern sich sichtlich Mühe gegeben hat, jedem potentiellen Käufer der CD auch etwas wirklich interessantes zu bieten. In erster Linie dürfte "Preferential Tribe" natürlich für eingefleischte :W:-Fans interessant bleiben, für Leute die einen Blick hinter die Kulisse der zahlreichen allerorts bekannten Club-Hits werfen möchten, sich mit den Wurzeln des favourisierten Küsntlers auseinander setzen möchten und keine Scheu vor musikalisch experimentellerer Kost haben. "Preferential Tribe" schließt damit nahtlos an die die Reihe "The Messner Tracks", "Born Again" und "Blutkind" an. All denjenigen, die sich erst seit kürzerem mit :W: anfreunden konnten ist dringend zum Hörtest vor dem Blindkauf geraten, denn wer "Böses Junges Fleisch" oder "Wreath Of Barbs" mochte, muß hieran noch lange nicht gefallen finden.
|
|
|
| Top of Page | 268 |
Source: Rockezine
Published: Marth, 2003
|
 |
|
Rating: 8.5/10
Two months after the preview EP, it’s time for the long awaited new Wumpscut album. Only half a year after the wonderful Wreath Of Barbs, Rudy decided to divide this double-CD set and fill it with hard to find material, as well as a few remixes, demos etc. Category 1 (new tracks & remixes) is built around 6 songs and features Wumpscut`s first cover "All Cried Out", as well as a new song "Overkill". Also featured are remixes of Das Ich, Der Blutharsch and Cleen. The last song is "Marta Arnau Marti". Last part of disc 1, "Music For A German Tribe" is the compilation that until previously could be found on the limited "Bunkertor 7"-box. This means there are 6 previously released songs (including the club hit "Krieg" (War) and "Soylent Grün" (Soylent Green), now sung completely in German, which will no doubt be interesting for the listener.
The second disc is more interesting, because of the "collector"-feeling. The first part is the Preferential Tribe demo recording. It shows Wumpscut in a typical demo mood. Violent, raw and mostly based on samples instead of Rudy`s shouting. Interesting, but maybe a bit unnecessary, knowing the compilation "Blutkind" also contained loads of demos, so you should already be familiar with the old style Wumpscut. My personal favorite section is "Artefact Pearls", 7 songs that show Wumpscut in that same demo mood, but you can also hear the progression made by the band. Songs like "God", "C.B.T" and follow-up "Against Decay" demonstrate the high quality of this band. Be aware that this is the only sign of life from the band until 2004, when there will be a new album. Until then, this release should make the wait a lot easier.
(Eelco)
[Hard Beat Propaganda] |
|
|
| Top of Page | 269 |
Source: Evil Rocks Hard
Published: Marth, 2003
|
 |
|
|
Und wieder ist aus Rudi R’s wohlbehütetem Giftschränkchen ein weiteres Exemplar seiner unverkennbaren Werke entflohen. Diesmal erwartet uns jedoch keine völlig neue, frisch aus dem Reagenzglas gehopste Kreation - die Lieder haben sogar schon so einiges auf dem Buckel. Die erste CD des 2Digipack birgt das 1997 streng limitiert erschienene Werk „Musik For You German Tribe“, ergänzt mit 6 neuen Tracks bzw. Remixes die hin und wieder stark vom altbekannten Stil abweichen.
Weiter geht’s mit CD 2 als modernere Ablösung der Vinyl-LP „Preferential Legacy“, wieder mit weiteren, teils bisher unveröffentlichten Bonustracks alias ‚Artefact Peals’.
Die Doppel-CD ist in einem fröhlichen Mattlaminat verpackt, welches mit seinen anatomischen Zeichnungen - sich vor Allem im geschlechtsteil - spezifischen Bereich bewegend - schon mal einen ersten Hinweis auf das gibt, was einen erwartet. In der Erwartung, gleich den wohlbekannten Remix-Sound aus den tiefsten Abgründen Rudi’s Seele durch den Raum dröhnen zu hören überrascht mich ein nahezu piepsiger Poplaut. Das fröhliche Fiepen geht einem dann doch auf einmal nicht mehr aus dem Kopf. Bald lässt sich die wohlbekannte Zerrstimme hören und irgendwie erwischt man sich dann doch dabei, im Takt mitzuhüpfen. Eh man’s sich versieht bekommt man schon das erste Lied nicht mehr aus dem Kopf. ‚All Cried Out’ als erstes :W: Cover.
Weiter geht’s aber wieder mit den ganz gewohnten Klängen. Da kreischt mal der Kommandant seine Truppe an, sie sollen ihr Vaterland verteidigen, denn es gibt ja nur „Kampf, Sieg oder Tod“. Hitler will mal wieder den totalen Krieg und dass ‚Soylent Grün’ Menschenfleisch ist wird auch erkannt. Nur die Bonustracks springen etwas aus der Reihe, kommt auch einmal eine Frauenstimme zum Vorschein die ‚The Voice’ besonderst hervorhebt. Später kann man sie noch mal auf Französisch in ‚Schwarzer Tod’ vernehmen, begleitet von englischen und deutschen Gesängen.
Unterlegt wird das ganze mit dem altbekannten :Wumpscut:-Sound. Eine ausgewogene Mischung aus Gothic, EBM und Industrial. Das alles ergibt sich zu einem gut hörbaren, eingängigen Sound, der bei Liebhabern des etwas Makaberen auf frohlockende Ohren stoßen wird. Perfekt für gesellige Tanznächte in tiefen Grotten.
Arwén Weber
|
|
|
| Top of Page | 270 |
Source: Tiefgang
Published: Marth, 2003
|
 |
|
|
Rudy Ratzinger hat sich entschlossen einige alte Scheiben, die mittlerweile für Teuergeld nur noch auf Börsen zu bekommen sind, neu aufzulegen. Somit ist jedem die Möglichkeit gegeben, diese Werke seinen Sammlungen zuzuführen und diese zu komplettieren. Neben den Alben "Preferential Legacy" und "Music For A German Tribe" hat Wumpscut auch einige niegelnagelneue Tracks dem Package hinzugefügt. Eine Coverversion vom Allison Moyets Klassiker "All Cried Out" sowie den Titel "Overkill". Diverse Bonustracks runden die Sache ab. Für alle Fans eine gute Sache, die dazu noch mit recht humaner Preispolitik daherkommt. Das Doppelalbum gibt es zum Preis eines normalen Studioalbums. Rudy hat sich was einfallen lassen und ich denke seine Fans werden es ihm danken. |
|
|
| Top of Page | 271 |
Source: FAC193
Published: Marth, 2003
|
 |
|
One of Germany’s premiere aggressive electronic groups, the entity known as :wumpscut: has amassed an amazing catalogue over ten plus years of existence. Collected for the first time together, the works that make up Preferential Tribe are testament to just how far and how much one musical adventure can accomplish in a relatively short amount of time.
Two albums, 1994’s Music For A Slaughtering Tribe and Preferential Legacy (part of the legendary and rare Bunkertor 7 box set) find re-release here, along with tons of additional material including remixes done by :wumpscut: for others such as Der Blutharsch and Das Ich) and some very rare material from the earliest days of the project’s existence. And the sound of :wumpscut:? For those of you who have never had the pleasure, their sound is more abrasive and rough than most groups who claim to be ‘industrial’. A lot of their music features sampling of dialogue (for some, a staple of this genre’s music and for others, a cliché) and distorted vocals. Most of the lyrics are in German. Highlights from the set, you ask? On the first disc, the song that typifies the group for me is “Soylent Grün” and its relentless beat and scathing vocals. Vicious, I tell ya. As the second disc goes, I really like the low mean “Throbberstalk” and the melodic “Red Water”. Their percussive elements recall some of Front 242’s more beat-heavy moments, though I dare say :wumpscut: have upped the ante as far as aggression goes.
Preferential Tribe is a fantastic starting point for potential :wumpscut: junkies like myself, and it’s also packed with rare tracks that even the most fervent fans might be without. All around, it’s a lot of bang for the buck.
Review by Jack Alberson
|
|
|
| Top of Page | 272 |
Source: Barcode
Published: May, 2003
|
 |
|
Double CD that should delight lovers of this German industrial band. Containing a mixture of previously unreleased new and old tracks, plus selected rarities, this makes a clean sweep of all Wumpscut’s ‘missing’ material and solidifies it into one package. Firstly we have new tracks, including an unusual cover of Yazoo’s early eighties hit, All Cried Out and the compulsive electro basslines of Overkill (Death For The Masses), which is sure to score 10 out of 10 with fans. Three new remixes come in the form of Achtung (Der Blutharsch remix), The Voice (Cleen remix) and Aura, remixed by the legendary, Das Ich. Other bonuses included 'Marta Arnau Marti' (Slaughter), taken from the old DAT archives, eight Music for a German Tribe' tracks, originally available on the CD Bonus to the 'Embryodead ' box set, the complete vinyl LP that was part of the Bunkertor 7 box set and 7 further previously unreleased tracks and a special extended mix of Dried Blood Of Gomorrha. In all, well over 2 hours of music divided over 33 tracks, within a nicely designed 12-page fold out booklet. Wumpscut are a take no prisoners’ industrial band that fuse their sound with heavily electronic components and militaristic vocal samples, occasionally lapsing into dance sensibilities and even electro-pop. Sometimes enjoyable, sometimes ludicrously unlistenable, but always bursting with enthusiasm and a genuine love for the genre and more importantly, experimenting within the confines of the genre itself. Wumpscut have delivered a package that fans will drool over, but will probably have Industrial modernists casting unenviable sideways glances.
|
|
|
| Top of Page | 273 |
Source: Der Medienkonverter
Published: 05 May, 2003
|
 |
|
|
By Veit (05.05.2003)
Rate: 4/5
Nach "Blutkind" folgt nun mir "Preferential Tribe" ein weiteres Re-Release von altem :Wumpscut:-Material. Zu einem Sonderpreis kann man sich hier die damals limitierte CD "Music For A German Tribe" von 1997 und die 1995er Vinyl-LP "Preferential Legacy" aus der "Bunkertor 7"-Box auf einen Schlag zulegen. Als Schmankerl hat Rudy R. noch zwei neue Songs und zahlreiche entweder unveröffentlichte oder bisher nur auf :W:-fremden Veröffentlichungen erhältliche Tracks mit auf das Doppelalbum gepackt.
Auffallend ist das Artwork des Digipacks. Gefüllt mit Anatomiebildern des menschlichen Körpers könnte man fast denken, :W: will sein Innerstes nach außen kehren. Vielleicht ist dem auch so, denn schließlich enthält "Preferential Tribe" ein großes Stück :W:-Geschichte.
Zum ersten Mal hat sich Rudy R. an einem Cover versucht. "All Cried Out" von Alison Moyet wird im typischen :W:-Stil dargeboten. Ob das unbedingt nötig war, darüber lässt sich streiten. Spaßig ist der Song allemal. Dafür ist "Overkill" als neue Kreation mit über sieben Minuten Länge, ein zwar gedämpfter aber um so wirkungsvollerer Kracher. Sicherlich wieder ein Zeichen dafür, dass auch alte Revoluzzer irgendwann bedächtiger und damit ruhiger werden. Aber wer weiß, was das neue, für 2004 geplante Album, mit sich bringt!? Die folgenden Remixes für Blutharsch, Das Ich und Clean finden sich auf den jeweiligen Alben wieder und sind damit zwar nicht neu, aber es ist trotzdem schön, sie auf einem Silberling zusammen zu haben. "Marta Arnau Marti" dagegen war bis jetzt unveröffentlicht und ist ein sehr düsterer und sphärischer Song. Zu den folgenden Tracks von "Music For A German Tribe" muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. Songs wie "Soylent Grün", "Schwarzer Tod", "Krieg" oder "Stirb Im Winter" dürften (wenn auch eher in ihrer englischen Version) hinlänglich bekannt sein, selbst bei denen, die :W: nicht als ihre Leibesmusik betrachten.
Interessant beginnt auch die zweite CD, denn die Tracks der hier enthaltenen "Preferential Legacy"-LP dürften nicht mehr so populär sein. Da man sich hier acht Jahre zurück in der :W:-Historie bewegt, klingen die einzelnen Songs auch etwas roher und manchmal undurchsichtiger. Diese 12 Instrumentals bergen dennoch einige Überraschungen. Die rockige Gitarre bei "The Hellion" klingt fast irritierend und die Unterschiede zwischen dem melodischen "Batavion" und dem Kracher "Total War" könnten extremer nicht sein. Und zum guten Schluss gibt es auch noch ein paar Highlights aus dem :W:-Archiv, wie z.B. die Instrumentalversion von "Hang Him Higher".
Alles in allem also ein überzeugendes Doppelalbum, vor allem für diejenigen Fans, welche die beiden Scheiben "Music For A German Tribe" von "Preferential Legacy" nicht ihr Eigen nennen können. Zwar ist "Preferential Tribe" nicht wirklich ein Muss, überbrückt aber perfekt die Wartezeit bis zum nächsten Album.
|
|
|
| Top of Page | 274 |
Source: Electromeda
Published: Marth, 2003
|
 |
|
Now, I have to persuade you to get this release. How am I going to do it? By simply noting what is in the package:
CD1: “Music For A German Tribe” album - you know, that one with ‘Soylent Grün’, ‘Schwarzer Tod’ and ‘In Der Nacht’. You must have that one already, right? Fine example of Rudy Ratzinger’s ‘mature phase’. All with it’s brutality, darkness, aggression and passion.
No, that is not all. The real treat is in remixes and new tracks: ‘All Cried Out’, cover of Alyson Moyet’s (?!) song, being the firstborn. Why that song?? :)) Surprising piece of work, I must say. It will be played in clubs, that’s for sure! How are we going to name this type of music, “Tod/ Death pop”? hahahaha we might as well…. Another novelty is 'Overkill'. Definitely not pop music, not even it’s deadly version.
To continue in deadlier tone, another surprise is ‘ Marta Arnau Marti’ – Rudy R. making ambient, experimental stuff. They say it’s old, I say it’s good. Everyone is right. Remixes you probably heard on their original releases or in clubs, so CD2 is ready for dissection:
“Preferential Legacy” – an album from the ‘green phase’ of :W: - it is just a ‘prelude’ to band’s major works, a testube. Influenced by Leaether Strip, right? It sounds surprisingly quiet, I must say. Well, until ‘Capitolo Finale’ – first glimpse of Wumpscut we know today. The rest is really a history. Including the vintage stuff: ‘God’, and unreleased ‘Crang March’ and ‘C.B.T’. Might be old and crude tracks, but still energetic.
Then, it all ends with ‘Dried Blood Of Gomorrha’…
It would be unfair to grade this release, based on just two new tracks. I mean, it has a substantial quality in it, no doubt, but this time I just wanted to inform you that “Preferential Tribe” is out there and that the choice is yours.
Until next year and new album titled “Bone Peeler”.
|
|
|
| Top of Page | 284 |
Source: Elektrauma
Published: Marth, 2003
|
 |
|
|
Mit dieser Doppel CD hat der Ratze Rudi ein ganz besonderes Schmankerl für uns parat gehalten. Im Grunde genommen handelt es sich um ein Re-Release der beiden gesuchten „Preferencial Legacy“ und „Music For A German Tribe“, beide ehemals streng limitiert. Dazu gibt es dann auch noch ein paar Bonus Tracks, die das ganze Werk abrunden. Auf der ersten CD sind dann so viele Klassiker in deutscher Version zu hören, wie zum Beispiel „Soylent Grün“, „In Der Nacht“, oder „Krieg“. Und schnell wird man sich bewusst, dass Wumpscut Songs geschaffen hat, die für die Ewigkeit sind. Das kann man auch von den zu hörenden Remixen für Blutharsch, Cleen und Das Ich sagen. So richtig interessant sind natürlich die bislang unveröffentlichten Songs, die einmal mehr zeigen, was für eine ungeheure musikalische Schaffenskraft in diesem Menschen steckt. Allen voran überrascht die Coverversion „All Cried Out“, eigentlich ja von den No Angels. Aber auch der nagelneue Song „Overkill“ , „Crang March“ und „C. B. T.“ sind in bester Düster-Elektronik-Manier vorgetragen. Ein absolutes Muss für Fans. Wann kriegt man diese beiden raren Teile noch mal so günstig!
(verfasst von Nuuc)
Wertung: 5 von 6
|
|
|
| Top of Page | 289 |
Source: Amboss
Published: 2003
|
 |
|
|
Auf dieser Doppel CD, welche übrigens in der Erstauflage in einem mattglänzenden Digi Pack incl. 12seitigen Booklet (mit anatomischem Atlas) daherkommt, sind die strikt limitierte CD "Music for a german tribe" (deutsch gesungene Versionen bekannter :W: Tracks, u.a. "Soilent grün") und die komplette Vinyl LP "preferential tribe" vertreten. Dazu gibt es noch 13 Bonus Tracks. Dabei ist auch das erste Cover Rudys. Er malträtiert den Alison Moyet Klassiker "All cried out" mit einem verwegenen Pop Appeal. Mit "Overkill" gibt es auch ein komplett neuen Track im typischen :W: Stil. Leicht verzerrter Gesang über Industrial Noise und technoid tanzbaren Sound gelegt. Weitere "Kaufanreize" sind ein Mix von Das Ich ("Aura") oder der Blutharsch ("Achtung", wo Rudy wieder mal derart in einen großen, braunen Fettnapf tritt, dass ich kurze Zeit überlegt habe, ob ich mir die CD Review nicht besser sparen sollte. Bei einer derart großen Dummheit helfen auch die Beteuerungen auf der CD Hülle nicht - und dass es sich hier um Sprachsamples aus dem Anti-Kriegsfilm "die Brücke" handelt, macht es nicht besser. Die Pappnase von Blutharsch hat den Film sowieso nicht verstanden) sowie ein Dive Tribute ("god"). Sofern sich die Händler daran halten gibt es diese DCD zum Preis eines normalen Albums. Der fade Beigeschmack bedient die Geschmacksnerven auf der bitteren Seite der Zunge. (andreas)
|
|
|
| Top of Page | 307 |
Source: whiskey-soda.de
Published: 05 May, 2003
|
 |
|
|
Autor: The Wendigo
Wumpscut sind wieder da, und haben offensichtlich einen Weg eingeschlagen, der dem Fan alternierend Re-Releases und neues Material bietet.
Da die letzte Veröffentlichung ein komplett neues Album gewesen ist, ist also nun wieder die Zeit gekommen, altes Material neu zu veröffentlichen, wie bereits mit „Blutkind“ und anderen Releases geschehen.
Dieses Mal trifft es mit „Music For A German Tribe“ und „Preferential Legacy“ gleich zwei ältere Releases, die in Form einer fantastisch gestalteten Doppel-CD erscheinen.
Jedem Wumpscut-Fan wird das Material dieser beiden längst vergriffenen Veröffentlichungen sicherlich bekannt sein, allerdings höchstwahrscheinlich nur über illegal aus dem Netz gezogene gebrannte Versionen. Nun also die Möglichkeit, sich die Originale ins Regal zu stellen, und die sollte jeder Fan ergreifen.
Nicht nur die Ansammlung von absoluten Klassikern wie „Soylent Grün“, „Der Schwarze Tod“ und ähnlichen, die „Music For A German Tribe“ zu einem der All-Time-Top-3-Releases im düsteren Elektro-Bereich machten, sondern auch das Zusatzmaterial auf beiden CD’s macht Preferential Tribe zu einem Pflichtkauf. Diverse von Wumpscut angefertigte Remixes anderer Bands sind vetreten, die bisher nur auf den Singles oder Alben der jeweiligen Bands erhältlich waren, so zum Beispiel das geniale „Aura“ von Das Ich.
Weiterhin gibt es auch noch ultrarare oder unveröffentliche Mixe zu hören, zum Beispiel eine Extended Version von „Dried Blood Of Gomorrha“ oder das erste Instrumental zu „Hang Him Higher“.
Der Knalleffekt der Scheibe sind allerdings die beiden neuen Songs. Bei „Overkill (Death For The Masses)“ ist Rudy R. acht Minuten lang in absolut finsterster Hochform, hart und krank, wie es sein sollte.
Und es gibt die erste Coverversion der langen Geschichte von Wumpscut!!!! Warum allerdings das gerade von den No Angels gecoverte „All Cried Out“ dran glauben mußte, wird wohl erst eine Nachfrage bei Rudy beantworten....auf jeden Fall sehr gelungen, für Wumpscut’sche Verhältnisse allerdings sehr moderat, fast poppig, aber natürlich mit den üblichen Verzerrer-Trademarks versehen. Alles in allem macht das Lust auf mehr, es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Songs, die man sich im Soundgewand von Wumpscut vorstellen könnte.
Somit ist Preferential Tribe alles in allem sehr empfehlenswert.....wobei sich die männliche Hörerschaft das Artwork der CD bitte NICHT bildlich vorstellen sollte.....alte medizinische Zeichnungen erigierter Geschlechtsorgane, in ihre Einzelteile zerlegt......AUA!!!!
WS-Bewertung: 2+
User-Bewertung: 5
|
|
|
| Top of Page | 319 |
Source: obliveon.de
Published: 2003
|
 |
|
|
Enfant terrible Rudy Ratzinger hat durch diese Veröffentlichung bereits im Vorfeld mal wieder mächtig Staub aufgewirbelt. Nicht nur, dass "Preferential Tribe" mit nur wenigen Ausnahmen wieder einmal eine Zweitverwertung bereits veröffentlichten Materials darstellt, was für so manchen Kritiker aufgrund der limitierten Anzahl der Originalveröffentlichungen von "Preferental Legacy" und "Music For A German Tribe" ja vielleicht noch zu verschmerzen gewesen wäre. Nein, mit "Achtung" findet sich ein Remix von Der Blutharsch auf dem Album wieder, dessen musikalischer Kopf Albin Julius ja gerne als die verkörperte Reinkarnation nationalsozialistischen Gedankenguts verdammt und verteufelt wird. Die politische Ausgewogenheit wird durch einen Remix von Das Ichs "Aura" jedoch wieder gewahrt. Ungeachtet dieser politischen Ränkespiele - vielleicht sollte man Kunst einfach mal Kunst sein lassen, denn ein offener Umgang mit kontroversen Themen ist sicherlich der bessere Weg der Auseinandersetzung als eine permanente Verteufelung unter dem Deckmantel der Political Correctness - findet sich auf "Preferential Tribe" die erste :wumpscut:-Coverversion überhaupt, Alison Moyets "All Cried Out" wieder, dies allerdings in einer wenig überzeugenden Version. Besser kommt da schon der einzig wirklich neue Track "Overkill", ein typischer ":wumpscut:-Stampfer". Das Artwork des Albums ist stilvoll und gereicht Gunter von Hagens und seinen "Körperwelten" zur Ehre. Unter dem Strich ist es Rudy Ratzinger mit "Preferental Tribe" wieder einmal gelungen zu polarisieren und die Stimmung in der Szene aufzumischen, und seien wir mal ehrlich, haben wir das nicht auch irgendwie erwartet?
ohne Wertung - MK
|
|
|
| Top of Page | 328 |
Source: Dark Entries
Published: 2003
|
 |
|
|
Jaja, der Rudy geth wieder los… Der Rudy zou een kleine fortuintje kunnen verdienen mocht hij met z’n machinerie een podium opkruipen en er z’n oeuvre live over het ongetwijfeld talrijk opgekomen publiek uitbraken. Der Rudy gaf echter te pas en te onpas al meermaals te kennen dat hij met:Wumpscut: nooit live te zien zal zijn, een lot wat nu ook onze getormenteerde charmekweler Joe Harris, badend in rode wijn, is overkomen. Der Rudy weet zich evenwel beter uit de slag te trekken dan onze betreurde Joe en kent een remedie om z’n ondertussen ongetwijfeld vette spaarvarkentje nog wat uit te laten zetten. Alle gelimiteerde oplagen, al of niet gerelateerd aan één of andere box, worden de laatste jaren vlotjes verzameld op exclusieve, meestal dubbele cd-releases, die fijn verpakt aan de consumerende veelvraten worden aangeboden. Je kunt er voor of tegen zijn, maar der Rudy weet heel goed wat hij doet, de :Wumpscut: koe is nog lang niet uitgemolken. En hoe zuurder die melk hoe liever de wereldvreemde, op agressie drijvende en zwartkijkende :Wumpscut: fan die drinkt. Doch laten we niet al te lyrisch worden, dit is besmettelijk en stel je voor dat dit epos de andere redactieleden op ideeën zou brengen. Op deze, overigens zeer fraai verpakte, dubbel cd vinden we materiaal uit de eerste :Wumpscut: jaren terug. Er is de “Music for a german tribe” (Duitstalige versies van bekende nummers als “Soylent Grün” of “Schwarzer Tod” , ooit bij de gelimiteerde “Embryodead” box), de “Preferential legacy” lp met vooral donkere instrumentale maar daarom niet minder monumentale nummers (“Pornography”, “Total war”, “Irak 2”) aangevuld met een hoofdstukje ‘new tracks and remixes’ o.a. voor Das Ich en Der Blutharsch en ‘artefact pearls’. De Rudy is natuurlijk zo slim om wat rariteiten en exclusiviteiten aan de laatstgenoemde hoofdstukjes toe te voegen. De allereerste :Wumpscut: cover “All cried out” (Alison Moyet), “Crang march”, “C.B.T”, of de extended versie van “Dried blood of Gomorrha” om er slechts enkele te noemen. Voor zoveel charme gaan we massaal door knieën. Der Rudy van zijn kant houdt z’n portemonnee open, al is het wel uiterst sympathiek om ons dit obscure en zwartgallige materiaal voor de gunstige prijs van één enkele cd aan te bieden. Een must voor elke :Wumpscut: fan, die, ook al heeft hij of zij de gelimiteerde versies al in zijn of haar bezit zal zwichten voor de geslaagde kartonnen en muzikale verpakking van zoveel onheil. De here Rudy zij geprezen. Voor mijn part mag de nieuwe release klinken als deze, een allegaartje van lichaamssappen die zachtjes koken in de koperen ketel van één of andere onheilsprofeet.
[KI]
|
|
|
| Top of Page | 417 |
Source: Tentacles
Published: May, 2005
|
 |
|
With the new Wumpscut disc on its way, I anticipated the event by going back and getting caught in the sound that was old Wumpscut. I've found myself going back and forth with Wumpscut, loving and hating and then loving again. His sound has changed and evolved (or what's the word for "evolved by selling out"?) over time. With some people, namely those who dislike Wumpscut for the club hits and later releases, the name brings nothing but disdain, not too mention ignoring the facts that Wumpscut was once Ant-Zen, and more specifically, that he was not always so EBM.
Preferential Legacy & Music for a German Tribe has re-snagged my attention as of late.
As a double CD of rarities, old tracks, remixes, and new tracks, it is the second disc; the non-remix, non-new track disc that blows me away. This sort of thing is the reason that Wumpscut is so popular; this sound is what catapulted his career, and established him as a major player in the new Industrial sounds of the 90s. This disc should be listened to by fans of Wumpscut and by doubters alike, as it will surprise, and possibly enlighten both.
The first disc, however, has attracted less of my attention, and the painful new track (a Wumpscut version of All Tried Out), is arguably a song that does not need to be covered, or possibly played ever again. The uneventful remixes and German versions of the old popular tracks are not complete wastes, but they are of less value than the second disc-- the whole point of the release.
Squid @ May 2005
|
|
|
| Top of Page | 432 |
Source: exclaim.ca
Published: September, 2003
|
 |
|
By Coreen Wolanski
New tunes, old tunes, remixes, rare goodies — basically a whole mess of Rudy Ratzinger (aka :Wumpscut:) is compiled neatly here for your listening pleasure. A master of dark electronic, producing industrial as German as it gets, Ratzinger’s output is spanned over two discs and 33 songs. Before Ratzinger was doing the double-time hard industrial of his later repertoire, his work was more experimental and largely instrumental, combining found sound noise and samples with less dance-oriented beats and sparse vocals. Originally only released as part of a box set, the Preferential Legacy portion is where you find these early treasures — the highlights of the bunch. Then he goes and throws in a few remixes he’s done for other acts such as Das Ich and Cleen,; not a bad thing, but likely only material hardcore :Wump: fans really need. If you’re the type that wants to collect every B-side and odd track that Ratzinger found when he moved the cushions on the sofa, then this is for you, cause it’s all here. But better still is that here, Ratzinger shows his versatility. “Wound,” a mellow, almost jazzy instrumental number has absolutely nothing to do with the clang-banging “Stomp,” the industrial boot-stomper “Soylent Green” or the Alison Moyet cover “All Cried Out.” Each work is a collage of sound, gluing together a cacophony of synth sounds and programmed beats both clear and fuzzy and always dark. His moments of caustic vocals and dark melody make sure things are kept appropriately abrasive with enough melancholy beauty to balance it all out. (Metropolis)
|
|
|
| Top of Page | 583 |
Source: Terminates Here
Published: 2008
|
 |
|
by Jonny EOL EOL Rating: 5/10
This release (typically referred to as ‘Preferential Tribe’) consists of the ‘Preferential Legacy’ and ‘Music For A German Tribe’ 12″ (formerly part of limited box sets) plus a number of new and unreleased tracks. Or in simpler terms, it’s another :Wumpscut: miscellany. The kind of compilation only devoted fans will by. Just as well there’s plenty of them. The ‘Music For A German Tribe’ tracks are essentially versions of well-known :Wumpscut: tracks with German vocals. Some of these work well (The teutonic tongue gives ‘Soylent Grün’ a little extra ‘bite’), others less so (thanks to the slightly higher syllable count, ‘Schwarzer Tod” is fractionally less powerful that it’s English equivalent ‘Black Death’).
The ‘Preferential Tribe’ section, meanwhile, features a number of early demo tracks from the project, many of which were issued on the original version of ‘Blutkind’ (subsequent versions remove tracks that also appear here). The liner notes are at least honest in that these tracks are intended as a ‘aural biography’, symptomns of Rudy’s early musical development. The relatively underdeveloped nature of these tracks mean this section is at most worthy of curiosity interest, although some of the slower tracks (’Batavion’ and ‘Lamandier’) at least generate a suitably mournful atmosphere that would characterise the quieter moments on the early studio albums, whilst ‘Total War’ is the best of the ‘hard EBM’ tracks. Also worth a listen is ‘The Hellion’, possibly the only :Wumpscut: track to incorporate a guitar solo.
As for the unreleased material, there’s the usual collection of eardrum-crushing drums machines and sonic experimention that’s really a polite way of referring to filler (instrumental of ‘Hang Him Higher’, anyone?). There are a few gems worth digging out - a decent remix of Das Ich’s ‘Aura’ and a cover of Alison Moyet’s ‘All Cried Out’ spring to mind. The latter is actually the first :Wumpscut: cover version to see the light of day and Rudy’s interpretation is at least faithful even if it’s appeal relies partially on the novelty factor. I guess the disc just needed a selling point for those that already had the rare vinyl CDified here, and a industriallised 80s cover was the obvious answer.
|
|
|
| Top of Page | 666 |
Source: The Pit
Published: 2003
|
 |
|
|
Bewertung: 7 von 10 Punkten
Nun, diese vorliegende :Wumpscut: Compilation hat sicherlich bei einigen Fans und Sammlern anfangs für leichtes und berechtigtes Entsetzen gesorgt. Wurde doch hier auf dieser Doppel-CD im Digipack die bereits schon längst vergriffene Bonus-CD “Music for u geman tribe“ der damaligen "Embryodead" Box (1997) komplett wiederveröffentlicht. Ebenso aber auch die viel gesuchte Bonus-LP “Preferential Legacy“ der damaligen "Bunkertor 7" Box aus dem Jahre 1995, die sich nunmehr auch hier (auf CD Nummer 2) befindet.
Sicherlich ist dieser bei langjährigen Fans und Anhängern entstandene Kommerz-Schock irgendwo verständlich und nachvollziehbar, da Rudy Ratzinger bis dahin immer wieder beteuerte, diese stark gesuchten Sammlerstücke nie wieder offiziell zu veröffentlichen. Vor allem, wenn man mal in Betracht zieht, dass es zuvor ja auch schon die eine oder andere „Remix-CD inkl. rarem Material“ aus dem Hause :Wumpscut: gab.
Aber auf der anderen Seite ist nun gerade diese hier vorliegende Veröffentlichung wirklich mal etwas Besonderes, da eben vor allem auch die erstmals in deutsch gesungenen :Wumpscut: Klassiker der "Music for u german tribe" CD (u.a. "Soylent Grün", "Stirb im Winter") sehr, sehr gesucht waren und lediglich in diversen Internet-Auktionhäusern nur gegen sehr teueres Geld zu erstehen war. Somit muss man also auch abwägen, ob diese Wiederveröffentlichung wirklich so negativ und raffgierig anzusehen ist oder ob man damit nicht gerade auch den jüngeren Fans einen großen Gefallen getan hat, diese Doppel-CD zum Preis einer regulären CD auf den Markt zu bringen.
Unterteilt ist diese Doppel-CD in insgesamt vier Unterrubriken, die da lauten: “New Tracks and Remixes“, “Music for a german tribe“, “Prefential Legacy“ und “Artefact Pearls“.
“New Tracks and Remixes“ bieten neben offiziellen :Wumpscut: Remixen zu Bands wie u.a. Das Ich und Slaughter auch zwei ganz neue Stücke aus dem Hause Rudy Ratzinger, die aber im allgemeinen auf wenig Gegenliebe gestoßen sind: So wird uns mit “All cried out“ eine Coverversion auf unterstem Niveau geboten, der lediglich von seiner süßlichen Elektromelodie lebt und im Grund nur als Gag verstanden werden kann. Der zweite neue Titel heißt “Overkill (death for the masses)“ und scheint augenscheinlich an alte Klassiker wie “Black death“ oder “War“ anknüpfen zu wollen. Dies gelingt aber wahrlich nur bedingt, da einfach der letzte Biss bei diesem Stück fehlt und leider gerade zum Ende hin der (recht belanglose) Refrain totgespielt wird.
“Music for u german tribe“ ist aber nun anschließend wahrlich ein kleines Meisterwerk geworden, das uns erstmalig die komplett in deutsch gesungenen Klassiker der frühen :Wumpscut: - Ära präsentiert. Hier wird man u.a. solche Perlen wie “Soylent Grün“, “Sag warum“, “Verflucht bis ihr verhungert“ und “Stirb im Winter“ finden.
“Preferential Legacy“ war ja seinerzeit im LP Format Bestandteil der limitierten “Bunkertor 7“ Box gewesen und birgt letztendlich die ganz frühen (bisher zum größten Teil unveröffentlichten) Gehversuche des Rudy Ratzingers in sich: Netter, experimentierfreudiger und abwechslungsreicher EBM und Industrial Sound, der aber im Grunde noch ein gutes Stück davon entfernt war, zu dieser Zeit eine Art Kultstatus zu erlangen, wie es bei den späteren Alben aber dann der Fall sein sollte.
Letztendlich stellen die “Artefact Pearls“ eine Mischung aus bisher aktuellen (und ebenso unveröffentlichten) Tracks und bisher nicht verwendeter Remixe älterer Klassiker dar (wie z.B. der Extended Mix von “Dried blood of Gomorrha“), von denen insbesondere der instrumentale und leicht stampfende “Crang march“ hervorzuheben ist.
Fazit:
Letztendlich ist diese Compilation vor allem Neueinsteigern, die sich mal einen Gesamtüberblick über die frühen Entstehungstage Tage :Wumpscut´s: machen möchten, zu empfehlen. Aber dennoch sind auch gerade die in deutscher Sprache interpretierten Tracks bei “Music for u german tribe“ nicht zu verachten.
|
|
|
| Top of Page | 688 |
Source: Mindbreed
Published: 2003
|
 |
|
|
Im CD Spieler läuft grad die am 5.5.03 erscheinende CD von WUMPSCUT. Wie in meinem älteren Artikel bereits erwähnt, sind zwei neue Stücke drauf. Und ich muss sagen, wenn das die Vorboten auf das nächste Studioalbum ist, dann bin ich begeistert.
Rudy geht von "Wrath of Barbs" weg, was im allgemeinen ja etwas poppiger war, als z.b. ältere Werke wie "Dried Blood of Gomorrha" oder gar "Bunkertor 7". Die neuen Lieder "All Cried Out" und vor allem das schwerlastige und sehr geniale "Overkill" bewegen sich sich in den Gewässern von "Dried Blood...".
Rudys Passion für die "No Angels" ist hier unübersehbar. Zum ersten Mal in der Geschichte von :W: gibt es ein Cover. Richtig! Das "All cried out" von den "No Angels". Selbstredend in einer "anderen" Version :-)
Aber nun zu den eigentlichen Perlen der CD:
Die schwer erhältliche und nur in der limitierten Embryobox erhältliche "MUSIC FOR A GERMAN TRIBE" CD findet man hier auch.
Ferner gibt es noch rare Songs, wie teilweise schon auf der BLUTKIND zu finden waren.
Sehr cool auch, Demoaufnahmen auf der zweiten CD.
Noch was zum Artwork: Die CD ist übersät mit anatomischen Abbildungen von aufgeschnitten weiblichen und männlichen Geschlechtsorganen aus einem alten Anatomie-Buch. Und wem das alles noch nicht genug ist: Der Meister persönlich hat die CD signiert.
|
|
|
| Top of Page | 691 |
Source: Splendid
Published: 09 May, 2003
|
 |
|
This two-disc collection cleans out the crypt by putting a whole mess rare of Wumpscut tracks in one handy place. If you don't like electro, you're likely to have slit your wrists by the time disc two winds to a close, for as the title suggests, main man Rudy Ratzinger doesn't take it easy on the gothic imagery, pounding drums or scary synthesizers. A quick peek at the liner notes -- "In fear of everything we see, in fear of death and misery" -- tells you everything you need to know about the mood here.
While it can all get a bit silly, there are several pleasing moments. "Schwarzer Tod" (Black Death) throttles the speakers with an excellent Wax Trax riff, while "The Hellion" provides an eerie, atmospheric counterpoint. Unfortunately, the sheer quantity of material takes the edge off of these highlights. Some of the production techniques, such as the overused vocal samples, were all the rage when these recordings were made, but they seem a bit heavy-handed ten years on. Additionally, the 4/4 drumbeats quickly grow numbing; they work as a trance-inducing meditative device, but can quickly turn into the throb of a headache.
In small doses, though, Preferential Legacy/Music for a German Tribe shows why Ratzinger remains a popular lurker in the shadows of industrial music.
-- Ron Davies
|
|
|
| Top of Page | 696 |
|
Cached at GMT May 22, 2009 06:43:34
|